Kirche St. Peter und Paul

Samstag, 3. Januar 2015

Ortschronik Edesheim

Edesheim     
714 - 2014
Lebenslinien eines Dorfes
zwischen Haardtrand und Gäu

Erstellt von Hans Mercker
unter Mitarbeit von
ARNOLD FREY UND KARL FÜCKS

Herausgeber: Gemeinde Edesheim
Herstellung: Chroma Druck &Verlag GmbH
1. Auflage März 2014


"Chronik Edesheim 714-2014"

Buchbesprechung von
Wolfgang Diehl, Landau, (Gymnasiallehrer und Buchautor):

Von Auduinovilla und Oetenesheim bis in die Edesheimer Gegenwart


Im Abstand von gut 60 Jahren ist Edesheim um einhundert Jahre älter geworden. Da die Dorfjubiläen nach den ersten Erwähnungen in schriftlichen Quellen gefeiert werden, konnte Edesheim 1956 seine 1200-Jahrfeuier begehen und nach neuen Quellenfunden in diesem Jahr 2014 seine 1300-Jahrfeier. Aus diesem Anlass hat Hans Mercker unter Mitarbeit mit Arnold Frey und Karl Fücks eine neue Ortsgeschichte erstellt: "Edesheim 714 - 2014. Lebenslinien eines Dorfes zwischen Haardtrand und Gäu". Unter Verwendung älterer Materialien von Peter Braun, Friedrich Poth, Friedrich Bilabel, dem Pfarrgedenkbuch und dem Pfarrarchiv sowie von Schriften des Heimat- und Kulturvereins entstand ein Monumentalwerk.

Wohl der Materialfülle verdankt die Gliederung des Buches seine Aufteilung. Mercker ging einer durchgehenden Geschichtserzählung, die angesichts der Stofffülle kaum möglich gewesen wäre, aus dem Weg und teilte das Werk in zwei Teile. Der erste gibt einen knappen Abriss der Geschichte auf 70 Seiten. Er schildert die Entwicklung des wohl ältesten Kirchplatzes zwischen Speyerbach und Queich an der Schnittstelle wichtiger Landstraßen zwischen Speyer und dem Gebirge und entlang der Haardt in Nord-Süd Richtung. Der Fund einer nahen römischen villa rustica und eines fränkischen Gräberfeldes (900 Gräber aus der Merowingerzeit) beim Bau der A 65 sowie Gräberfunde im Schlossbereich und am heutigen Ortsrand beweisen eine frühe Besiedlung und die Bedeutung des Ortes, der im Wesentlichen seit der Frühzeit kirchlichen Institutionen unterstand: zunächst der Benediktinerabtei Weißenburg, ab 1466 dem Domkapitel in Speyer und ab 1487 dem Speyerer Bischof. Edesheim blieb, allem Unbill der Geschichte zum Trotz, auch nachdem es am 13. Juli 1794 in den Revolutionskriegen von den Franzosen gänzlich in Brand gesetzt wurde, nach dem mutigen Wiederaufbau ein betont katholischer Ort. Dafür sprechen auch die 34 Kurzbiographien von Geistlichen und die 24 von Ordensschwestern.

Was Edesheim von anderen Orten unterscheidet ist erstens seine Größe, die Zweiteilung in ein Ausgangsdorf (Unterdorf) mit der Kirche (Matthäus-Patrozinium) und dem westlichen Oberdorf, was sich auch im traditionellen Kübelmarkt und in der Purzelkerwe spiegelte, sowie zweitens einem fürstbischöflichen Schloss als unübersehbarem Herrschaftszentrum, das nach wechselvoller Geschichte heute als Kultur-Zentrum mit Freilicht- und Seebühne dient. Die Darstellung der Geschichte im Rahmen der allgemeinen Entwicklung wie ihrer Details mischt ausführliche Abhandlungen, Quellen, Erläuterungen und knappe an Jahreszahlen aufgehängte Fakten.

Auf fast 400 Seiten finden sich dann in dem reich bebilderten Werk "Ausgewählte Längs- und Querschnitte zur Geschichte Edesheims" (von Auduinovilla - Oetenesheim - Autinesheim - Otinsheim). Nichts ist ausgelassen: die Kirchengeschichte, die Straßen und die Gemarkung, die Flurnamen, der Modenbach, die Haingeraide (die dritte, mittlere) das christliche und jüdische Schulwesen, der Weinbau vom Hammelshoden, Malvasier und Österreicher bis zu Merlot und Regent, die Handwerks- und Industriekultur, die Verkehrserschließung durch Eisenbahn und "Schneck", Elektrifizierung und Wasserversorgung, die Feuerwehr und die Vereine bis zum Bau der Siedlung und des Schwimmbads. Auch wenn das 3. Reich etwas knapp zur Sprache kommt, wohl um den Dorffrieden nicht zu stören, ist alles andere mehr als reich dokumentiert, abgehandelt und erläutert.

Donnerstag, 16. Mai 2013

Eine Designerbank auf dem Gemarkungswanderweg für Caroline Wolf Bei der letzten Wahl zur Pfälzischen Weinkönigin in Neustadt, wurde Carolin Wolf aus Edesheim zur Weinprinzessin 2012/13 gekürt. Der Heimat- und Kulturverein gratuliert Carolin ganz herzlich zu diesem Erfolg. Als Anerkennung für ihre Werbung für Wein und Edesheim beschloss der Vorstand des HuK der Weinprinzessin eine von zehn Gemarkungsbänken zu widmen. Bereits im Jahr 2008 widmete der Verein den Pfälzischen Weinköniginnen aus Edesheim, Ilse Reinig (Rodach) und Julia Becker, jeweils eine der Gemarkungsbänke. Am 20. April 2013 wurde in einer gemeinsamen Veranstaltung von Carolin Wolf und dem Heimat- und Kulturverein offiziell die Bank übergeben. Mit dem voll besetzten Schoppenbähnel ging es zunächst zur ersten Genussstation, der Bank Nr. 3 im Forst, die bereits Julia Becker gewidmet war. Günther Hahn begrüßte die Gäste und erklärte den ca. 80 Anwesenden die Idee des Gemarkungswanderweges und den historischen Hintergrund der Gemarkungsnamen. Das Weingut Heribert Rehm präsentierte sich mit drei Weinen und die Firma Biffar aus Deidesheim mit kandierten Früchten. Mit dem Schoppenbähnel ging es dann, wegen der kalten Witterung nicht wie geplant zur Bank Nr. 10 im Knöringer Weg, sondern zum Aufwärmen in das Pfarrzentrum. Dort präsentierte das Weingut Thomas Brutscher weitere drei Weine und dazu gab es als kulinarischen Genuss Mandelpralinen von der Confiserie Herzog aus Bad Bergzabern. Abschließend gab es drei Weinproben aus dem Weingut der Weinprinzessin und dazu passend Käse. Anschließend ging es zur Bank Nr. 3, die künftig den Namen von Carolin tragen wird. Günther Hahn begrüßte die Gäste, erläuterte die Arbeit des Heimat- und Kulturvereins und die Bedeutung des Gemarkungswanderweges, der auf die Idee des 1. Vorsitzenden Hans Mercker zurück geht. Schönheit und Bedeutung einer jahrhundertealten Kulturlandschaft soll besonders der nachwachsenden Jugend ins Bewusstsein gebracht werden. Menschen aus der Region, aber auch Touristen sollen sich intensiv mit der Umgebung Edesheim befassen, sich daran erfreuen und sie möglichst oft erwandern. Carolin Wolf wird als Pfälzische Weinprinzessin und als Wein- und Kulturbotschafterin vielen Menschen diese Idee weitergeben. Nach der offiziellen Übergabe der Bank durch Dr. Mercker bedankte sich die Weinprinzessin für die Widmung. Gerne käme sie regelmäßig zu ihrer Bank um den Blick über Edesheim und ein großartige Landschaft zu genießen. Bei einem Umtrunk, den das Weingut Hubert Wolf organisiert hatte, ging eine gelungene und toll organisierte Veranstaltung zu Ende.

Montag, 6. Juni 2011

Aktivitäten Heimat- und Kulturverein Edesheim für die Jahre 2011 - 2013

Bereich Grünanlagen Natur Pflegen

0 Pflege von Grünflächen
0 Ortseingang Osterglocken setzen,
0 Hecken und Bäume schneiden,
0 Rosen an Schlossmauer pflegen,
0 Bachpatenschaft Ufer reinigen Ufer mit Bäumen bepflanzen,
0 Müllsammelaktion im Rahmen der Bachpatenschaft am Modenbach
0 Flurkreuze Pflegen,
0 Rebenkulturen anlegen (geplant),
0 Nussbaumallee pflanzen



Ortsgeschichte aufarbeiten

0 Holbachforschung weiter pflegen,
0 Ortsgeschichte bis 2014 erstellen,
0 Beiträge zur Heimatpost erstellen,
0 Historische Vorträge organisieren
0 Sammeln von historischen Dokumenten und Fotos
Im Blick auf die 1300-Jahrfeier 2014


Heimat- Traditionspflege Pflege

0 An Gemarkungsgrenze Bänke pflegen, Gemarkungsrundfahrten mit dem Fahrrad
0 Grenzsteine (an Gemarkungsgrenze) dokumentieren und pflegen,
Historische Ostsführungen,
Mühlenwegführungen,
Vorträge am Seniorennachmittag
Grenzsteine (an Gemarkungsgrenze) schützen
Flurkreuze restaurieren
Kino in den Winzerhöfen
Pavillon und Bänke für Pfälzer Weinköniginnen pflegen,
Holzbackofen zur 1300-Jahrfeier planen und aufbauen,

Donnerstag, 28. April 2011

Altes Wegkreuz an der Ruprechtstraße erstrahlt in neuem Glanz

Aus Dornröschenschlaf geweckt
Altes Wegekreuz erstrahlt in neuem Glanz
Edesheim. Den Stein ins Rollen brachte das testamentarische Vermächtnis einer Edesheimerin, die den finanziellen Grundstock für die Restaurierung
eines der Edesheimer Flur- und Wegekreuze bereitstellte.
Mit Hilfe weiterer Spenden seitens der örtlichen Kirchenverwaltung, des Kreises SÜW, der VR-Bank und der Ortsgemeinde, sowie privater Spenden übernahm der Heimat- und Kulturverein Edesheim die Aufgabe, dem aus dem Jahre 1720 stammenden Wegkreuz in der Ruprechtstraße wieder zu einem würdigen Aussehen zu verhelfen.

((Das Bild zeigt das Flurkreuz im Jahr 2010 vor der Renovierung.))

Nachdem es fast drei Jahrhunderte ohne Zerstörung überstanden hatte, lehnte es nach einem unsanften Stoß durch einen Lastwagen seit ca. sechzig Jahren windschief, völlig vermoost und altersgrau an einer Vorgartenmauer. Eine im Querbalken eingemeißelte Nische zeigte seit Menschengedenken ebenfalls keinen Inhalt mehr.


Der Schifferstadter Künstler Martin Eckrich schuf hierfür eine Passgenaue Majolika-Arbeit, die Maria mit dem Leichnam darstellt. Die vorbildliche Restaurierung des Kreuzes übernahm ein Steinmetzbetrieb aus Lachen-Speyerdorf.
In einer stimmungsvollen abendlichen Feierstunde erteilte Pfarrer Matthias Pfeiffer dem in neuem Glanz erstrahlenden Schmuckstück, unter der Anwesenheit zahlreicher Edesheimer, insbesondere der Bewohner der Ruprechtstraße, die kirchliche Weihe.

((Im Februar 2011 wurde das liebevoll restaurierte Feldkreuz enthüllt.))

((Nun erstrahlt das restaurierte Feldkreuz als weiteres Kleinod der Gemeinde Edesheim.))

Dienstag, 18. Januar 2011

Entlang der Flur von Edesheim – der Gemarkungswanderweg

In dieser Broschüre informiert der Heimat- und Kulturverein Edesheim über die Gemarkung Edesheim und den Flurwanderweg. Erfahren Sie außerdem mehr über Wanderwege, die Sie mit dem Rad oder zu Fuß nutzen können.

Download der Broschüre (PDF, 770 KB)



Download der obigen Gemarkungskarte im Großformat (JPG, 365 KB)

Freitag, 4. Januar 2008

Impressionen von der pfälzischen Weinkönigin

Klicken Sie auf die "Play"-Taste, um das Video anzusehen.
Video (c) by Karl Fücks 2008

Montag, 22. Oktober 2007

Julia Becker neue Pfälzer Weinkönigin

Am Freitagabend wurde Julia Becker im Neustadter Saalbau zur Nachfolgerin von Susanne Winterling zur neuen Pfälzischen Weinkönigin gekrönt. Sie überzeugte Jury und Publikum mit Weinwissen, Charme und Schlagfertigkeit. Mit Witz und Intelligenz setzte sie Einsteins berühmte Formel E =mc2 treffend für die Weinregion um: "Erlebnisregion mit Charme hoch zwei". Der Sieg wurde unter großem Jubel der mitgereisten Fans gefeiert. Die Gemeinde und die Bauern- und Winzerschaft luden im Anschluss zu einer ersten Feier in die Gemeindehalle ein. Mit Begeisterung wurde die neue Weinkönigin in ihrem Heimatort Edesheim empfangen. Seit 51 Jahren hat nun Edesheim nach Ilse Rodach (geb. Reinig) wieder eine Weinkönigin. Spontan organisierten Bauern- und Winzerschaft, Kuckucksmusikanten und Gemeinde am Sonntagmorgen einen Umzug durch die Straßen von Edesheim, wo viele Menschen der neuen Weinkönigin zujubelten. Julia Becker, die seit vielen Jahren dem Vorstand der Jungwinzer angehört, repräsentierte bereits seit 2005 als Edesheimer Weinprinzessin ihren Heimatort. Ihre Verbundenheit zu ihrer Heimatregion, der Lebensfreude der Menschen, die Freude an der Geselligkeit der Weinfeste und ihr Engagement bei den Jungwinzern führten letztendlich zu ihrem großartigen Erfolg.


Viele Edesheimer waren am Sonntagmorgen auf dem Gemeindeplatz eingetroffen um Julia Becker zur Wahl zu gratulieren.

Spontan organisieren Bauern- und Winzerschaft, sowie die Ortsgemeine nach der Wahl am Sonntagmorgen einen Umzug durch die Ortsgemeinde.

Stolz und glücklich präsentiert sich die neue Weinkönigin bei ihrer Fahrt durch Edesheim

Ilse Rodach (geb. Reinig) beim Winzerfestumzug 1956 in Neustadt/Weinstraße

Sonntag, 26. August 2007

Rundbrief 2007

Klicken Sie hier, um den aktuellen Rundbrief des Heimat- und Kulturvereins zu lesen.